Liebe betroffene Angehörige, liebe Pflegekräfte, liebe Filmfreunde!

Es ist mir dieses Jahr eigentlich sehr schwer gefallen ein paar Zeilen zu Weihnachten zu schreiben. Es ist ja schon alles, aber vor allem viel zu viel über das alles überlagernde Problem CORONA gesprochen, berichtet, diskutiert und leider auch gestritten worden. Und genau das möchte ich nicht, dass auch unsere Gemeinschaft gespalten wird, wo es ganz im Gegenteil um Zusammenhalt und Einigkeit geht. Ich sage es immer wieder und stehe auch dazu, jeder Einzelne, mit dem ich zu tun habe, ist mir wichtig und ich schätze diese Kontakte sehr. Warum ich mich doch durchgerungen habe zu schreiben ist das Versprechen, das ich den alten Menschen im Pflegeheim meiner Mama gegeben habe. Ein Fürsprecher für sie und unsere Alten zu sein.

Ich habe durchaus Verständnis dafür, dass man im Leben nicht immer einer Meinung sein kann, geht ja auch gar nicht und ist ja auch nicht wirklich gut. Aber wenn sich eine Spaltung in einer Gesellschaft so weit entwickelt, dass die Alten, die Schwachen oder die Kranken in unserem Land sich die Schuld dafür geben oder auch nur das Gefühl im Ansatz bekommen könnten uns jüngeren oder der nicht Risikogruppe im Wege zu stehen, dann haben wir versagt, dann haben wir im großen Stil und auf ganzer Linie versagt! Denn die Alten sind ganz entscheidend dafür verantwortlich wo wir jüngeren heute stehen und an dieser Stelle darf es moralisch keine zwei Meinungen geben. Die Schwachen und unsere Alten haben unsere absolute Solidarität und Fürsorge mehr als verdient und das ist absolut keine Einbahnstraße. Wann würde es denn besser passen wie in der Weihnachtszeit “Geben ist schöner als nehmen!”

Wir haben einmal schon vor ein paar Jahren der Welt mit der Fußball Weltmeisterschaft im eigenen Land gezeigt, dass wir nicht die bösen, gefühlskalten und unlustigen deutschen Arbeitstiere sind, sondern dass wir neben unseren bekannten Eigenschaften auch das Leben genießen und Spaß haben können! Mit dem “Sommermärchen“ haben wir in wenigen Tagen weltweit mehr für unser Ansehen getan als es Politik, Diplomatie und wirtschaftliche Höchstleistungen je schaffen hätte können.
Und jetzt brauchen wir eben wieder so ein Art “Sommermärchen“! Wenn jeder von uns einen ganz kleinen Teil dazu beiträgt haben wir mit mittlerweile 83 Millionen die ganz große Chance der Welt zu zeigen, dass wir nicht nur im Spaß zusammenhalten können sondern auch in der Not die notwendige Einigkeit aufbringen können. Wir können den Gegenbeweis liefern, dass die Demokratie auch die richtigen Antworten in Krisenzeiten finden kann. Es ist fast ein Hohn, wenn wir uns sagen lassen müssen wer alles die Krise im Gegensatz zu uns besser bewältigt. Es sind durchwegs Staaten wo Demokratie, Meinungs- und Versammlungsfreiheit keine Rolle spielen! Zeigen wir es doch dem Rest der Welt dass wir stark sind, dass wir zusammenhalten können und dass wir Berge versetzen können.

Wir haben es am eigenen Leib erlebt, aus tiefster Verunsicherung und tiefster Angst heraus haben wir in der Familie zusammengehalten und auch mit eurer Hilfe und Unterstützung haben wir daraus für uns mit die schönste Zeit erleben dürfen.
Vertrauen zu einander, Vertrauen in den Anderen und dann daraus den Erfolg spüren und erleben zu können, das ist genau das was uns Menschen stark und das Leben lebenswert macht. Wir wünsche uns doch alle das “normale“ Leben wieder zurück, aber die letzten 9 Monate haben uns auch gezeigt, dass es die Politik alleine nicht schaffen wird. Auch wenn wir ab jetzt mit der Hilfe des Impfstoffes rechnen können, wird das alleine nicht reichen. Wenn wir es aber mit absoluter Konsequenz selbst in die Hand nehmen, können wir es sicher schneller schaffen ans gewünschte Ziel zu kommen.
Das Leben in der Demokratie, in einer selbstbestimmten Freiheit zu leben bedeutet aber auch eine riesige Verantwortung. Nicht nur für sich selbst sondern auch für das gemeinsame Ganze. Denn die Freiheit des einzelnen darf nicht soweit gehen, dass uns die ganze Hütte um die Ohren fliegt. Vertrauen wir also nicht den Schreihälsen, den Egomanen und schon gar nicht diesem unsäglichen Internet.
Wenn wir weiter zusammenhalten und uns nicht spalten lassen dann schaffen wir das, da bin ich fest davon überzeugt!

In diesem Sinne wünsche ich euch allen, auch im Namen von Thomas und Anna, ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest und vor allem ein gesundes und normaleres 2021!

Ihr/Euer
Günter Roggenhofer
„Es waren mit die intensivsten und schönsten Jahre unseres Lebens!“
 
Eine Filmdokumentation über die 7 DEMENZ-Jahre unserer Mutter. Eine emotionale Berg- und Talfahrt in eine für alle völlig unbekannte Welt.
FEEDBACK
Foto: Jan Düfelsiek
„Manchmal entsteht aus etwas ganz Einfachem etwas Wunderbares. Zwei Menschen, Günter und Anna, gehen auf eine Reise, die uns alle schon heute oder erst später betrifft und erzählen in ihrem Film so davon, wie sie es jedem erzählen würden, den sie mögen und dem sie mit ihren Erfahrungen helfen wollen. So ist mit der Demenzdoku eine Filmerzählung entstanden, die einfach alles gelten lässt: Die Krankheit und die Hilflosigkeit, die Zweifel und die Freude, die Trauer und die Wut, das Gelingen und das Scheitern. Was kann ein Film mehr leisten, als zu berühren und gleichzeitig zu trösten? Niemand ist allein. Das ist die einfache und zutiefst tröstliche Botschaft von Günter und Anna.“

Hans Steinbichler (Freund und Regisseur u.a. von "Das Tagebuch der Anne Frank")
DIAGNOSE DEMENZ -
Ein Schrecken ohne Gespenst

EIN FILM VON
Günter Roggenhofer, Anna Daller und Thomas Bogner



„Es waren mit die intensivsten und schönsten Jahre unseres Lebens!“

Wenn man aus tiefster Überzeugung diese Worte wählt, um die gemeinsame Zeit der Demenz der eigenen Mutter zu beschreiben, reicht es nicht aus nur darüber zu reden, oder es auf Papier zu bringen. Um es wirklich verstehen zu können, wie sich aus einer Schockdiagnose eine so wunderbare Geschichte entwickeln konnte, muss man entweder dabei gewesen sein oder die Möglichkeit haben die originalen Bilder/Videos zu sehen. Daher haben wir uns entschlossen, diese, nie für die Öffentlichkeit gedachten Privataufnahmen zu einem Film zu verarbeiten.

Weiterlesen: Wie alles begann

MIT
Elfriede Roggenhofer, Günter Roggenhofer, Anna Daller,

MUSIK

Alle Mitwirkenden finden sie hier unter: Cast & Crew

DAUER
102 Min.

SPRACHE
Deutsch

FSK 6


Anna und Günter zu Gast bei Wir in Bayern im BR Fernsehen, 4.11.2019, 16:15 Uhr
Zur Sendung in der BR Mediathek
LEID UND LIEBE - Die SZ berichtete am 14./15.09.2019 über die DEMENZDOKU.
Zum Artikel

Die Bayerische Staatsregierung veranstaltet vom 13. bis 22. September 2019 die 1. Bayerische Demenzwoche mit vielfältigen Aktionen in allen bayerischen Regierungsbezirken. Mit der Demenzwoche soll die gesamte bayerische Bevölkerung erreicht und landesweit für das Thema Demenz sensibilisiert werden.

Wir werden auch unseren Betrag dazu leisten und freuen uns mitteilen zu können, dass unser Film an zwei Tagen in dieser Woche im Rio Filmpalast zu sehen sein wird.
Vielen Dank!
Frau Leike hat dieser Veranstaltung mit Ihrem Besuch und Ihren einführenden Worten eine ganz besondere Bedeutung zuteil werden lassen.

Ganz nebenbei war es auch noch ein äußerst sympathisches und harmonisches Zusammentreffen!
Aktuelle Filmvorführungen
Corona-Info!
Aufgrund der aktuellen Lage finden derzeit nur vereinzelte Filmvorführungen statt.


Weitere Veranstaltungen sind in Planung!

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News-Ticker
29.09.2019
EBERSBERG - ALTES KINO (Sonderveranstaltung)

Diese Vorstellung im ALTEN KINO in Ebersberg findet im Rahmen der SENIOREN THEMEN TAGE statt.
Veranstalter: Kath. Kreisbildungswerk Ebersberg
20.09.2019
WOLFRATSHAUSEN - KINOCENTER (Sonderveranstaltung)

Die Vorstellung findet im Rahmen der 1. Bayerischen Demenzwoche statt.
Veranstalter: Alzheimer Gesellschaft Isar-Loisachtal e.V. in Kooperation mit dem Landratsamt Bad Tölz Wolfratshausen und dem AK Gerontopsychiatrie.
19.09.2019
ZORNEDING - Evangelische Kirche (Sonderveranstaltung)

Die Vorstellung findet in der Christoporuskirche im Rahmen der 1. Bayerischen Demenzwoche statt.
03.07.2019
1. Bayerische Demenzwoche 2019

Heute hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege unsere beiden Kinotermine anläßlich der 1. Bayerischen Demenzwoche auf seiner Veranstaltungswebseite veröffentlicht!
16.06.2019
Zu Gast bei Desideria Care e.V.

Wir freuen uns schon am 16. Juni bei Desideria Care im Schloß Fußberg in Gauting zu Gast sein zu dürfen. Desideria Care veranstaltet an diesem Tag ein Konzert für Menschen mit und ohne Demenz.
Weitere Infos zum Desideria Care Projekt „Musik im Kopf“ finden Sie hier>
07.04.2019
FILMPREMIERE - "Teil 2"
Ein weiterer Termin für alle, die bei der Premiere am 19.1. nicht dabei sein konnten und die vielen Interessenten, die in der Zwischenzeit auf unser Projekt aufmerksam wurden.
19.01.2019
FILMPREMIERE - ''Family and Friends''

Ein Fest, dass wir gemeinsam mit unseren Freunden in einer ganz außergewöhnlich persönlichen und emotionalen Art und Weise feiern durften.
20.05.2018
DREHARBEITEN

Die Hauptdreharbeiten zu unserer DEMENZ-DOKU haben begonnen.
Nachdem Günter in den letzten Jahren den Film förmlich jede Minute mit sich herumgetragen hat und mit großem Respekt an die Sache herangegangen ist bin ich froh, dass es nun los geht! (Anna)
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